Der Efeu
Hedera helix
Hedera helix
Bereits im Altertum wurde der Efeu als Heilpflanze geschätzt und galt als immergrünes, nach oben strebendes und sich an die Unterlage anschmiegendes Gewächs als Sinnbild der Unsterblichkeit und Treue. Im alten Ägypten war der Efeu Osiris geweiht, im antiken Griechenland dem Weingott Dionysos.

Der lateinische Name Hedera leitet sich vom griechischen Wort hedra = das Sitzen ab und bezieht sich auf die Haftwurzeln des Efeus. Das Wort helix kommt von helissein = winden, herumdrehen und drückt seine Wuchsform aus.
Ethanolisch-wässrige Auszüge aus Efeublättern haben sich zur Behandlung von Infektionen der oberen und/oder unteren Atemwege wegen ihrer schleimlösenden und auswurffördernden Eigenschaften bewährt. Die krampflösende Wirkung solcher Extrakte auf die Bronchien lindert quälenden Husten, der häufig als Folge von entzündlichen Vorgängen in Zusammenhang mit Infektionen der unteren Atemwege auftritt. Teezubereitungen aus Efeublättern besitzen nur einen Bruchteil der Wirksamkeit und werden daher nicht empfohlen. Da sich Präparate aus Efeublättern durch eine hohe Verträglichkeit auszeichnen werden sie vor allem in der Kinderheilkunde verwendet.

Selbstverständlich sollten gerade bei Atemwegserkrankungen im Kindesalter frühzeitig ein Arzt zu Rate gezogen werden, da sich solche Beschwerden u. U. sehr schnell verschlechtern können.
Auch wenn Efeupräparate auch sehr gut vertragen werden, so gibt es bei einer Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit nur wenig Erfahrungen. Schwangere und Stillende sollten daher nur nach Rücksprache mit dem Arzt solche Arzneimittel anwenden.
Frische Efeublätter und der Saft können schwere Hautausschläge verursachen!
Efeublätter und –früchte sind bei Verzehr giftig!
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