Der Ingwer
Zingiber officinalis
Zingiber officinalis
Der
Wurzelstock dieser schilfartigen Pflanze wird seit über 2000 Jahren
medizinisch verwendet. Ausgehend von der aryuvedischen Medizin gelangte
Ingwer nach China, in die arabischen Länder, in das antike
Griechenland, Rom und auch nach Deutschland. Wegen seines aromatischen
scharfen Geschmackes wurde und wird Ingwer als Gewürz und als
Heilpflanze verwendet. Es ist aus der asiatischen Küche nicht
wegzudenken. Getrocknet und gemahlen ist Ingwer Bestandteil des
Currypulvers. Im westlichen Kulturkreis wird Ingwer eher süß verwendet,
in Süßspeisen, Ginger Ale, kandierter Ingwer, Ingwermarmelade.

Ingwer schmeckt nicht nur gut, sondern wirkt appetitanregend, magenstärkend und verdauungsfördernd. Die Fischer in der Karibik verwenden schon seit Jahrhunderten Ingwer, um sich gegen Seekrankheit zu schützen.
In der Schulmedizin wird Ingwer zur Vorbeugung von Erbrechen empfohlen, z. B. bei Reisekrankheit, aber auch bei Übelkeit infolge einer Chemotherapie mit Zytostatika. Da Ingwer die Speichelsekretion fördert und die Darmbewegung aktiviert, ist Ingwer auch Bestandteil von Arzneimitteln gegen Verdauungsstörungen.

Da Menschen schon seit Jahrtausenden Ingwer essen, ist mit ernsthaften Nebenwirkungen nicht zu rechnen. Trotzdem sollten Schwangere Ingwerpräparate bei Übelkeit und Erbrechen nicht oder nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. Auch Kindern unter 6 Jahren wird Ingwer nicht empfohlen.
Dünne Scheiben von frischem Ingwer werden mit kochendem Wasser überbrüht oder kurz aufgekocht. Nach Belieben mit Zitronensaft abschmecken. Dieses magenfreundliche Getränk wärmt im Winter und kühlt (kalt getrunken) angenehm im Sommer.
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